Gewerbliche und Hauswirtschaftlich-Sozialpflegerische Schulen

Emmendingen / Webseite
17. bis 19. Februar 2020

Die Hacker*innen sind los!

In Emmendingen tüftelten 50 Schüler*innen der 9. bis 11. Klasse  gemeinsam an technischen Lösungen für Probleme, die sie in ihrem Schulalltag identifiziert haben. 

Insbesondere die Wartezeiten in den Pausen vor der Mensa wurden als verbesserungswürdig hervorgehoben. So entstanden während der Hackdays verschiedene Lösungsansätze, um die Schüler*innen schneller mit warmen Speisen versorgen zu können.  Aber auch das Klassenraumklima, fehlende Sitzgelegenheiten in den Fluren und die Digitalisierung des Kummerkastens waren Thema:

  • MensaRun: Mit dieser Ampel wird der Andrang vor der Mensa gesteuert. Lichtschranken messen beim Eintreten in den Warteschlangenbereich die Anzahl an Personen, die sich anstellt. Auch beim Herausgehen wird die Personenanzahl gemessen, sodass für das System erkennbar ist, wie viele Personen sich im Wartebereich aufhalten und wie lang die Wartezeiten sind. Zukünftig soll auf jedem der in den verschiedenen Schulgebäuden verteilten Bildschirmen, die über Unterrichtsausfall und Vertretungspläne informieren, auch erkennbar sein, wie lange die Wartezeit voraussichtlich ist. Grün steht für Du bist schnell dran, orange für Stell dich auf Warten ein und rot für Probiere es ein anderes Mal.
  • Essen aus der Mauer: Um die Essensausgabe deutlich zu beschleunigen entwickelte ein Team den Hack Essen aus der Mauer. In der Wand sind mehrere Fächer, die mit Essen von der Rückseite (Mensa) bestückt werden können. Sichtbar ist das Essen durch Glasscheiben. Wer hungrig ist, bezahlt an der Seite per Automat und das gewählte Fach öffnet sich automatisch.
  • Bezahlsystem für die Mensa: Dazu passend wird der Bezahlgang vereinfacht, indem alle Schüler*innen bargeldlos per RFID-Karte oder -Chip bezahlen, den sie entspannt am Automaten aufladen können.
  • Gesunder Automat: Die Mensa bietet nicht immer ausreichend gesunde Varianten an und der Schule fehlt ein Automat, der gesunde Produkte wie Obst, Gemüse und Wasser verkauft. Da Obst nicht einfach fallen soll, um Druckstellen und Matschepampe zu vermeiden, hat diese Gruppe einen aufklappbaren Automaten mit einzelnen Fächern entwickelt.
  • E-Kummerkasten: Anonym können die Probleme auf Papier geschrieben in diesen vor dem Sekretariat hängenden E-Kummerkasten geworfen werden. Ein Lämpchen signalisiert „hier wurde etwas eingeworfen und muss beachtet werden“. Ob eine Antwort vorliegt, sieht man am zweiten Lämpchen. In einem zukünftigen Ausbaustadium des Hacks signalisieren verschiedene Farben die Prioritäten der Probleme, sodass noch schneller auf wichtige Probleme reagiert werden kann.
  • KÖNI’s BANK 3000:  Ein Team stellte fest: Es gibt zu wenig Sitzgelegenheiten auf den Fluren. Feuerpolizeilichen Vorschriften verbieten es jedoch, feste Bänke aufzustellen. Diese Gruppe entwickelte daher herunterklappbare Sitzbänke, die per Knopf gesteuert werden und nebenbei noch die Möglichkeit bieten, das Smartphone aufzuladen.
  • Tech-Hilfe für Lehrkräfte: Auf dieser Webseite können sich Lehrkräfte schnell und einfach informieren, wenn sie mal wieder nicht weiterwissen, wie bspw. der Beamer oder der Ton im Klassenzimmer angeschaltet werden. Auf die häufigsten Fragen gibt es hier Antworten. Sollte die Technik trotzdem nicht funktionieren, kann das SOS-Team gerufen werden.
  • Good Atmosphere: Diese Messstation warnt mit rotem Licht, wenn der Sauerstoffgehalt im Klassenraum zu niedrig oder die Temperatur und der Geräuschpegel zu hoch ist.
  • Desinfektionsspender: Ein Spender für Desinfektionsmittel soll zukünftig in allen Toiletten hängen, den man berührungslos bedienen und so Krankheiten vorbeugen kann.

Während der Ideenfindungsphase wird den Schüler*innen vorgestellt, welche Bauteile sie in den Materialkoffer-Sets vorfinden und die sie verbauen könnten.
In einer der Werkstätten der Schule toben sich die Schüler*innen handwerklich aus. Ein Prototyp soll schließlich auch optisch was hermachen.
Konzentriert arbeiten die Teams nebeneinander an ihren Hacks. Es wird gelötet, geschraubt, geklebt und gehämmert.
Der Desinfektionsspender funktioniert mit einem Ultraschall-Entfernungssensor und ermöglicht ein berührungsloses Verwenden.
Mit dem Bezahl-Chipsystem für die Mensa geht alles schneller und mehr Schüler*innen können bedient werden.
In den E-Kummerkasten können Schüler*innen zukünftig ihre Probleme und Sorgen auf Papier geschrieben einwerfen und die Schulleitung weiß per LED, dass etwas eingegangen ist.
Der gesunde Automat kommt bei der Abschlusspräsentation bei allen gut an.
Die Webseite TechHilfe empfinden insbesondere die Lehrkräfte als große Hilfe für den Schulalltag.
Wie das "Essen aus der Mauer" zukünftig serviert werden kann, demonstrieren die Jugendlichen mit ihrem Prototyp.
Dieses Modell des Mensawartebereichs macht den Interessierten deutlich, wie die Idee des Hacks "MensaRun" funktioniert.
Dieser Prototyp zeigt, wie die KÖNI's BANK 3000 später einsatzfähig ist. Dann müsste sie natürlich etwas größer gebaut werden 😉