Marguerite Friedlaender Gesamtschule

Halle / Webseite
4. bis 6. März 2020

Halle im Hacking-Fieber

Bereits zum zweiten Mal ließen sich die Schüler*innen der Marguerite Friedlaender Gesamtschule Halle ganz schön was einfallen.

Die Schüler*innen der 8. und 9. Klasse haben kreative Ideen entwickelt, wie sie ganz individuelle Probleme an ihrer Schule lösen können. In diesem Schuljahr sind folgende Hacks entstanden:

  • Die Webseite School Leader soll zukünftig jenen helfen, die aus Krankheit den Unterricht verpasst haben. Die Lehrkräfte können Fotos des Tafelbildes oder Textdateien (zum Beispiel von Hausaufgaben) individuell für jede Schulklasse hochladen. Die Schüler*innen haben Zugang zu den digitalen Materialien ihrer Klasse und können sich die Dateien herunterladen, um den Stoff nachzuholen.
  • Der Hack Essenseinlasser soll für Fairness sorgen. Zukünftig wird allen Schüler*innen während der Mittagspause gleichzeitig der Einlass in die Mensa gewährt, sodass niemand früher als andere sein Mittagessen bekommt.
  • Fairness gibt es ab sofort auch beim Dessert: Der Pudding-Portionierer gibt jedem die gleiche Menge an Pudding aus, sodass der Pudding zukünftig für alle reicht.
  • Wer nicht so gern Pudding ist, kann sich ab jetzt auch im Snackautomat etwas Süßes holen. Der Clou: Bezahlt werden die Snacks aus der Klassenkasse. Erst nach Eingabe des Codes, der jeder Klasse zugeordnet wird, bekommt man einen kleinen Snack. Abgerechnet wird immer zum Monatsende.
  • Mit der Handy-Ladestation kann das Smartphone während des Schultages aufgeladen werden. Als Box mit Gittertür gebaut kann nur die Person die Tür öffnen und das Handy herausholen, die den passenden RFID-Chip hat.
  • Der Desinfektionsspender MFG-Dessi-Fi hängt zukünftig am Eingang ins Schulgebäude. Kontaktlos kann man sich eine kleine Menge Desinfektionsmittel in die Hand tropfen lassen.
  • Safety first: Ein Kondomautomat gibt verschiedene Größen aus und klärt gleichzeitig über Safer Sex auf.
  • Das Schulgebäude ist neu bezogen. Das Raumfindungssystem hilft, wenn man mal wieder nicht weiß, wo sich ein Raum befindet. Gibt man die Raumnummer ein, leuchtet im Schulmodell eine LED auf und zeigt, in welche Etage man sich begeben muss.
  • Gegen verschmutzte Klassenzimmer hilft ab sofort ein Müllaufräumroboter, der durchs Klassenzimmer fährt. Durch seine trichterförmige Auffangkonstruktion schiebt er den Müll vor sich zusammen und “verschluckt” den Müll, der in seinem Inneren gesammelt wird.
Zwei Jugendliche stehen vor einem Plakat und schreiben auf Klebezettel ihre Ideen für die Hackdays.
Vor dem Hacken steht die Ideenfindung an - Welche Probleme haben die Jugendlichen in ihrem Schulalltag?
Zwei Mädchen sind über einen Mikrocontroller gebeugt und versuchen einen RFID-Leser zu programmieren. Sie sind höchst konzentriert, während ein Mentor ihnen über die Schulter schaut.
Nachdem die Prototyp-Ideen entwickelt sind, geht es direkt ans Hacken ganz nach dem Motto "einfach mal anfangen und ausprobieren".
In einer Werkstatt stehen viele Jugendliche an Werktischen und hämmern und sägen die Gehäuse für ihre Hacks.
Während ein Teil der Gruppe programmiert, überlegt sich der andere Teil, wie das Gehäuse konstruiert sein muss, sodass der Hack funktioniert.
Ein Referent steht vor dem Publikum und hält einen Impulsvortrag.
Ein Impulsvortrag an Tag 2 gibt den Jugendlichen Einblicke in verschiedene Berufsfelder und Forschungsthemen. In Halle drehte sich der Vortrag um die Frage, welchen Einfluss die Digitalisierung auf die Arbeitswelt von morgen hat.
Zwei Jungs und ein Mädchen tüfteln gemeinsam, wie sie die Räder für ihren Müllaufräumroboter am besten zusammenstecken können.
Für den fahrenden Müllaufräumroboter überlegen sich die Jugendlichen gemeinsam, wie er am besten navigieren könnte.
Ein Junge ist vertieft in den Mikrocontroller. Vor ihm steht ein Laptop, auf dem technische Komponenten zu sehen sind und ihm als Vorlage zum Nachbauen dienen.
Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht. Im Internet findet man gute Anleitungen zum Nachbauen.
Bevor es mit der Ideenfindungsphase losgeht, stellen sich die Mentor*innen vor und erzählen von ihren eigenen Lieblingsprojekten.
Bevor die Hacking-Phase startet, stellen die Schüler*innen ihre Ideen im Plenum vor. Dafür zeichnen sie auch eine erste Skizze des Prototypens.
Mit sorgfältigen Recherchen im Internet können die Schüler*innen selbstständig hacken und coden.
Nicht nur mit Sensoren und Mikrocontrollern, auch mit Holz und Hammer werden die Prototypen gebaut.
Fußballspielen auf dem Pausenhof wird ab sofort digital: Mit dem automatischen Torschuss-Zählautomaten müssen die Tore nicht mehr im Kopf gezählt werden.
Mit dem Sensor kann stetig gemessen werden, welche Temperatur das Wasser im Aquarium hat.
Und so sieht der fertige Prototyp "Aquarium" aus, der vor allem in den Ferien große Hilfe leisten wird, dass es den Schulfischen immer gut geht.
Der Hack "Snackautomat" soll im Pausenraum aufgestellt werden, damit niemand mehr Hunger leiden muss. So sieht sein Innenleben an Tag 2 der Hackdays aus.
Der Hitze-Frei-Hack misst die Temperatur im Klassenzimmer. Wenn es zu heiß wird, gibt der Automat einen Warnton aus - dann ist Hitze frei!
Bei den Abschlusspräsentationen führen die Teams ihre Hacks vor und berichten den Gästen, wie sie ihren Prototypen umgesetzt haben.

 

 

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