Ein Jahrmarkt für Tüftlerinnen und Maker

Entdecken, staunen, selber machen – auf der Maker Faire Hannover 2018 gibt es viel zu entdecken, in diesem Jahr auch Make Your School.

Emsig surrt und rattert es, piept und klappert es – sobald man in die Messehalle des Congress Centrums Hannover eintritt, ist man überwältigt von all den Geräuschen, blinkenden Lichtern und sich bewegenden Apparaten. Es gibt unzählige Stände hier, verteilt in zwei Hallen und einem Außenbereich. Und jeder dieser Stände verspricht spannende Experimente, zeigt große und kleine Maschinen und bietet Bauteile und Selbstgemachtes zum Kauf an. Es ist unverkennbar: Wir sind auf der Maker Faire in Hannover, der größten in ganz Deutschland.

Nachdem wir als Besucherinnen im Juni 2018 in Berlin dabei waren, haben wir dieses Mal in Hannover selbst einen Ausstellungsstand. Drei Tage lang stellen wir vielen großen und kleinen Interessierten das Projekt Make Your School – Eure Ideenwerkstatt vor und erklären Eltern und Lehrkräften, wie sie unsere Hackdays an ihre Schule holen. Doch das Highlight an unserem Stand sind eindeutig die Hacks: Ein Cafeteria-Bestellsystem und der Stressfrei-Ventilator. Diese beiden Projekte haben Schülerinnen und Schüler der Schillerschule und der Goetheschule in Hannover im vergangenen Schuljahr entwickelt. Während der Hackdays an ihren Schulen haben sie überlegt, wie sie ihre Schule und ihren Schulalltag verbessern können. Herausgekommen sind dabei unter anderem diesen beiden tollen Prototypen, die wir auf der Maker Faire ausstellen durften.

Im Inneren des Cafeteria-Bestellsystems verstecken sich viele Kabel und ein Arduino.

Live-Hacking am Messestand

Dass beide noch Prototypen sind wird direkt klar, als wir am Freitagmorgen – am ersten Messetag – das Cafeteria-Bestellsystem am Stand aufbauen. Wir versorgen es mit Strom, laden das Programm auf den Arduino, der den Prototypen steuert, und es passiert – nichts. Egal, was wir auch versuchen, manchmal blinkt der Display, manchmal scheint es zu funktionieren, doch am Ende sind wir ratlos. Zum Glück dauert es nicht lange und die Entwicklerinnen des Hacks besuchen uns am Stand. Und frei nach dem Motto „Ein Problem ist da, um gelöst zu werden“ tippen sie in die Tasten des Laptops, schauen sich die Verkabelung genauer an und nach kurzer Zeit läuft, zur Freude aller, das Cafeteria-Bestellsystem wieder ohne Probleme. Dieses „Live-Hacking“ an unserem Stand bleibt natürlich nicht unbemerkt. Viele Besucherinnen und Besucher zeigen sich beeindruckt von der Leistung der Gruppe. In nur drei Tagen ist der Prototyp des Cafeteria-Bestellsystems entstanden. Und das, obwohl die Jugendlichen vorher kaum Erfahrung mit dem Programmieren hatten.

Misst der Hack Stress, dann springt der Ventilator an.

Auch der Stressfrei-Ventilator, der durch einen Hautleitwertsensor die Feuchtigkeit der Finger und so das Stresslevel misst, stößt auf große Begeisterung. Als Armband getragen, springt bei Stress ein kleiner Ventilator an und kühlt die gestresste Person –  im Matheunterricht oder auf der Maker Faire. Die Maker Faire Hannover stellt am Ende mit rund 21.000 Besucherinnen und Besuchern einen neuen Rekord auf. Der Andrang war groß, das haben auch wir an unserem Stand gemerkt. Das tolle dabei ist, dass das Publikum der Maker Faire besonders interessiert und entdeckungsfreudig ist. So fahren wir zwar müde und kaputt, vor allem aber glücklich, voller neuer Ideen und mit vielen positiven Eindrücken zurück nach Berlin. Danke, Maker Faire Hannover, für diese tolle Messe. Wir freuen uns schon auf die Maker Faire in Berlin 2019!

ist für die Pressearbeit und Projektkommunikation zuständig. Zu ihren Aufgaben gehören die Redaktion der Webseite, der Versand des Newsletters und die Betreuung der Social-Media-Kanäle. Außerdem ist sie die Ansprechpartnerin für Presseanfragen und unterstützt die Lehrkräfte bei der Kommunikation ihrer Hackdays.

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