Warum mitmachen?

MYS-Hackdays sind außercurriculare Veranstaltungen, die an den Schulen stattfinden. Zwei bis drei Tage überlegen sich die Schülerinnen und Schüler, wie sie ihre Schule verbessern könnten, teilen sich in Arbeitsgruppen ein und tüfteln an der Umsetzung ihrer Idee. Dafür bekommen die Schulen Materialien (z.B. Arduinos, 3D Drucker oder Sensor Kits) zur Verfügung gestellt und werden in der Planung und Umsetzung durch das Projektteam bei Wissenschaft im Dialog beraten und betreut. Außerdem werden Mittel für Catering, Reisekosten der Expertinnen und Experten und Marketing bereit gestellt.

Interesse geweckt? Für das Schuljahr 2018/19 suchen wir noch Schulen, die Hackdays umsetzen möchten. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf oder werfen Sie einen Blick in unser Handbuch.


      

Wie gestaltet sich der Ablauf? 

Hackdays – zu Deutsch „Tüfteltage“ – sind zwei- bis dreitägige Veranstaltungen, die in einer offenen und kreativen Werkstattatmosphäre verlaufen und zum Beispiel im Rahmen von Projekttagen umgesetzt werden können. Am Anfang der Hackdays steht immer die Formulierung eines oder mehrerer Probleme, die von den Schülerinnen und Schülern im Schulumfeld beobachtet wurden. In kleinen Teams entwickeln die Jugendlichen Lösungsansätze. Dabei stehen ihnen technische Hilfsmittel wie Werkzeuge, Sensoreinheiten, Mikrocontroller oder Notebooks zur Verfügung. Abschließend präsentieren die Jugendlichen ihre Prototypen und erläutern ihre Arbeitsschritte.

Die Hackdays leisten einen Beitrag zur Verbesserung der digitalen Bildung an Schulen und bringen Jugendlichen die Bandbreite digitaler und elektronischer Tools näher. Darüber hinaus soll die Fähigkeit gefördert werden, Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und eigenständig Lösungen zu entwickeln. Unterstützt werden die Schulen bei der Organisation und Umsetzung durch Wissenschaft im Dialog. Ziel ist es, dass weitere Schulen das Modell übernehmen und Hackdays als offenes Lernformat an Schulen etabliert werden.

An jeder Schule plant und organisiert ein Vorbereitungsteam aus Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften die Hackdays. Der Ablauf eines dreitägigen Hackdays kann so aussehen:

  • Tag 1
  • Begrüßung und Einführung in die Arbeitsmethode
  • Vorstellung der technischen Möglichkeiten und Kompetenzen der Mentoren
  • Ideenfindungsphase
  • Teamfindung
  • Tag 2
  • Impulsvorträge von Nachwuchswissenschaftlern
  • ggf. Teambuilding-Maßnahmen
  • Beginn der Arbeitsphase, unterstützt durch Mentoren
  • Tag 3
  • Fortsetzung der Arbeitsphase
  • Präsentation der Projektergebnisse
 
Was sind die Ziele?

Mit Make Your School – Eure Ideenwerkstatt wollen wir erreichen, dass

  • Schülerinnen und Schüler einen Einblick in aktuelle Forschung zu verschiedenen Themenbereichen bekommen,
  • Schülerinnen und Schüler motiviert werden, sich digitale und technologische Kompetenzen anzueignen,
  • Schülerinnen und Schüler Problemlösungs- und Anwendungskompetenzen vermittelt bekommen
  • sich sie Arbeitsmethode von Hackdays an Schulen etabliert und
  • Schülerinnen und Schüler sich mit ihrer Schule mehr identifizieren.


Wer sind die Akteure?

Im Mittelpunkt des Projekts stehen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II. Sie sind die Hauptakteure während der Hackdays, aber auch in der Vorbereitung bilden einige von ihnen gemeinsam mit bis zu zwei Lehrerinnen und Lehrern ein Team, das die Veranstaltung plant.

Als Organisatoren und Initiatoren treten die Lehrkräfte (meist aus dem Fachbereich Informatik oder Medienbeauftragte an ihrer Schule) in Erscheinung. Sie sind die ersten Ansprechpartner, wenn es darum geht, einen Hackday an ihrer Schule umzusetzen. Sobald die Rahmenbedingungen stehen, können sie in die weitere Planung die Schülerinnen und Schüler einbinden.

Als Mentoren kommen in Frage: Programmiererinnen und Programmierer; Entwicklerinnen und Entwickler; Studierende; Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler; freie Gestalterinnen und Gestalter sowie Designerinnen und Designer

Unterstützer der Hackdays können sein: Eltern, weitere Lehrerinnen und Lehrer, lokale Stakeholder, (lokale) IT-Unternehmen.

Sollten Sie sich vom Projekt angesprochen, aber nicht hier aufgelistet sein, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.


Wie sind die 
Perspektiven?

Damit sich die gesetzten Impulse verstetigen, entwickelt Wissenschaft im Dialog gemeinsam mit Spezialisten begleitend Best-Practice-Handbücher und Lehrertrainings und schafft einen festen Mentoren-Pool. So wird eine Grundlage dafür geschaffen, dass die Arbeitsmethode sowie digitale und technologische Themen langfristig in den Schulalltag integriert werden können. Ziel ist es außerdem, den Schülerinnen und Schülern nach den Hackdays die Möglichkeit zu geben, ihre Prototypen und Ideen weiterzuentwickeln. Dies kann auf verschiedene Arten ermöglicht werden. Einerseits gibt es mittlerweile in vielen Großstädten ein Fablab oder OK Lab, auf die man zurückgreifen kann, um dort in der Gruppe weiterzuarbeiten und gewisse Materialien und Werkzeuge zu nutzen. Make Your School unterstützt hier beim lokalen Netzwerkausbau und perspektivisch auch bei der Einrichtung eigener „Maker-Ecken“. Andererseits ist es auch denkbar, dass eine Weiterarbeit in einer altersübergreifenden AG an der Schule stattfinden kann. Den Schülerinnen und Schülern wird weiterhin die Möglichkeit geboten, die besten Hacks bei einem „Maker Festival“ auszustellen.